Rezension: Jack Slaughter-Tochter des Lichts - Hörspielbox III

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Rezension: Jack Slaughter-Tochter des Lichts - Hörspielbox III

Beitrag von MonsterAsyl » Sa 21.12.2019, 19:15

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Jack Slaughter-Tochter des Lichts - Hörspielbox III

Zum Inhalt:
Jack Slaughter-Tochter des Lichts - 21 - Dr. Darkness sagt Hallo (78 Minuten 02 Sekunden)
Es ist ruhig geworden in Jacksonville, seit die Tochter des Lichts, Jack Slaughter, und seine beiden Freunde Tony Bishop und Dr. Kim Novak ihren Erzfeind, den Dämon Prof. Doom, besiegt haben. So ruhig, daß Tony und Kim mit dem Gedanken spielen, die Stadt zu verlassen. Doch als sie eine Truppe Zombies mit Pfeil und Bogen angreift, ändern sie ihre Meinung. Das Trio ahnt ja nicht, daß dies nur ein harmloser Auftakt war und sie schon bald einem alten Bekannten begegnen werden...

Jack Slaughter-Tochter des Lichts - 22 - Dämonisches Donnerwetter (68 Minuten 56 Sekunden)
Tony Bishop steht dem Grauen gegenüber! Naja, eigentlich steht er nicht, sondern sitzt, und das Grauen ist auch nur die neue Finanzamt-Sachbearbeiterin Mrs. Squeezer. Die hat es allerdings in sich und verlangt eine Vorsteuerzahlung von 2000 Dollar. Zeitgleich mit diesem Drama spielt sich ein weiteres in Mr. Mings Lokal ab. Seine Angestellte Vera Taaras verärgert zum wiederholten Mal die Kunden, und so bleibt dem freundlichen Asiaten nichts anderes übrig, als sie zu feuern. Das stellt sich allerdings als schwerer Fehler heraus, denn Vera ist zuvor mit HASS in Berührung gekommen...

Jack Slaughter-Tochter des Lichts - 23 - Geisterjäger in Not (73 Minuten 01 Sekunden)
Lucy Lucifer, der alte Teufel, hat noch eine Rechnung mit Jack Slaughter offen. Um diese endlich zu begleichen, setzt er seine verführerische Tochter Felippa Vanakuri auf die Tochter des Lichts an. Sie soll den Geisterjäger mit ihren weiblichen Reizen bezirzen und endlich auf die dunkle Seite ziehen. Bevor sie sich Jack widmet, macht Filippa aber noch im Schwimmbad von Jacksonville halt, um den Bademeister zu verzaubern und ihm das Leben zu geben, welches er sich so sehnlich wünscht...

Jack Slaughter-Tochter des Lichts - 24 - Nacht der toten Lebenden (75 Minuten 23 Sekunden)
Tony Bishop geht es gar nicht gut. Er hat ständig Kopfschmerzen und fühlt sich auch sonst mies. Klar, daß seine Freunde Dr. Kim Novak und Jack Slaughter auf einen Arztbesuch bestehen. Das Ergebnis der Untersuchungen ist niederschmetternd. Tony ist unheilbar an Krebs erkrankt, und selbst Jacks Heilungsversuch mit "Ponytail" schlägt fehl. Da trifft es sich gut, daß ein alter Freund der Krieger des Lichts, Zoran Lovari, in der Stadt ist. Lovari ist einer der wenigen Menschen, die es geschafft haben, Gevatter Tod in einem Spiel zu besiegen. Blöderweise hasst Tony Spiele...


Zur Produktion:
Um diese Hörspielbox richtig einordnen zu können, lohnt es sich, einen kurzen Rückblick auf die Geschichte um "Jack Slaughter - Tochter des Lichts" zu werfen. Am 31.10.2008 startete Folgenreich die Veröffentlichung dieser ungewöhnlichen Serie. Bereits anhand des Titels konnte man erkennen, daß es sich bei dem Erfinder Lars Peter Lueg nicht etwa um eine Legastheniker, sondern einen ausgemachten Spaßvogel handelte. Damals wusste noch niemand, ob der schräge Humor auch ankommen würde, doch Jack Slaughter hatte bereits nach den ersten Folgen eine treue Fangemeinde, und es kam zu einer regelmäßigen Veröffentlichung neuer Teile. Insgesamt wurden von Folgenreich bis zum 27.09.2013 zwanzig Abenteuer der "Tochter des Lichts" herausgebracht, und die letzte Folge war so konzipiert, daß eine Fortsetzung möglich blieb. Diese kam dann auch, allerdings zunächst "nur" in Form von vier E-Books, die man im Zeitraum vom 31.10.2014 bis 17.07.2015 online erwerben konnte. Es gab jedoch immer wieder Stimmen, die sich eine Fortführung der Serie in Hörspielform wünschten.
Am 05.07.2019 war es dann soweit, und die Serie wurde mit Folge 21 (Dr. Darkness sagt Hallo) in Form von Downloads fortgeführt. Bis zum 29.11.2019 erschienen dann auch die restlichen drei schriftlichen Vorlagen als Hörspiele, zeitgleich wurde die hier besprochene "Box" veröffentlicht, die alle vier Episoden enthält. Da damals Streamingangebote längst nicht so verbreitet waren wie heute, erschien die erste Staffel noch komplett auf CD. Um auch dieses Klientel zu befriedigen und gleichzeitig Neueinsteigern ebenfalls haptische Versionen anbieten zu können, entschloss sich das Label Folgenreich, die komplette Serie in Form von MP3-CD Boxen mit jeweils 2 MP3-CDs (Box 1 = Folge 1-10, Box 2 = Folge 11-20) zusammen mit den neuen Folgen (Box 3 = 1 MP3-CD, mit den Folgen 21-24) erneut herauszubringen.
Natürlich kann ich jedem nur ans Herz legen, auch mit der ersten Box anzufangen, aber Neulinge können ebensogut zur dritten Box greifen. Zu Beginn der ersten Folge gibt es nämlich eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse und eine Vorstellung der Charaktere, die auch denjenigen den Wiedereinstieg erleichtert, welche schon länger nicht mehr in die Serie reingehört haben.
An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich bei Folgenreich dafür bedanken, daß man alle bereits bekannten Figuren, inklusive des Erzählers, wieder mit den ursprünglichen Sprechern besetzt hat. Auf diese Weise hat der Hörer nicht nur inhaltlich, sondern auch besetzungstechnisch einen nahtlosen Übergang in die nächste Staffel. Handlungsort der Geschichten ist erneut Jacksonville in Kalifornien, und auch der Zeitpunkt, die 1980er Jahre, sind geblieben. Das gilt ebenfalls für den Aufbau und die Erzählweise, welche Skriptautor Heiko Martens genauso gestaltet, wie seine damaligen Vorgänger. Seine Bücher quellen vor Gags nur so über, und bei der großen Anzahl ist es auch nicht weiter schlimm, wenn der eine oder andere mal nicht zündet.
In diesem Zusammenhang muss ich unbedingt darauf hinweisen, daß die gesamte Reihe erfrischend politisch unkorrekt ist. Das führte schon damals zu Diskussionen und in der heutigen, noch stärker sensibilisierten Zeit, könnten die Reaktionen auf Werbesprüche wie "Frei von jeglichem Tierglück" noch heftiger ausfallen. Mir macht das allerdings ausgesprochen Spaß, und es passt auch hervorragend zu den 1980er Jahren. Da war es vollkommen normal, Dinge einfach beim Namen zu nennen oder auch mal einen sexistischen Spruch abzulassen, anstatt künstliche und komplizierte Sprachkonstruktionen zu basteln. Wer also damit ein Problem hat, sollte sich tunlichst fernhalten, alle anderen werden einen Heidenspaß an dieser "Zeitreise" haben. Damals gab es halt statt Streamingportalen noch Videotheken, Computerspiele wie "Pac-Man" oder "Frogger" standen nur in Lokalen oder Spielhöllen, und wer telephonieren wollte, brauchte dazu einen Festanschluss oder musste eben eine Telefonzelle suchen.
Die "erste" Folge (21 - Dr. Darkness sagt Hallo) hat zwar durchaus eine eigene Geschichte, bildet aber gleichzeitig den Auftakt der folgenübergreifenden Handlung der Serie, bei der hunderte Opfer von "Hass" nach und nach zu einem Problem für die Krieger des Lichts werden. Ich finde alle vier Folgen derart kurzweilig und unterhaltsam, daß ich die im Booklet angegebene Laufzeit nicht glauben konnte und diese nochmal nachgerechnet habe. Apropos Booklet: in selbigem findet man eine Auflistung fast aller Sprecher und sonstiger Stabangaben, einen Verweis auf die E-Books und die beiden anderen Hörspielboxen sowie Tracklisten der einzelnen Folgen. Diese sind auch unbedingt notwendig, da die ursprüngliche Einteilung in durchschnittlich 50 Einzeltracks (ca. alle 1/2 Minuten) beibehalten worden ist. Diese Zerlegung in so viele Einzeltracks ist auch mein einziger größerer Kritikpunkt an dieser Box, denn zumindest bei meinem Abspielgerät führt es dazu, daß ich immer wieder kurze Unterbrechungen, teilweise mitten im Satz habe, die das Hörvergnügen doch ein wenig beeinträchtigen.
Nicht nur Idee, Konzeption und Story stammen von Lars Peter Lueg, er ist auch für die Produktion verantwortlich. Die Aufnahmeleitung unterstand allerdings Simon Bertling, und die Verantwortung für die Aufnahmeregie hatte Christian Hagitte. Das Duo ist Hörspielfans bereits seit vielen Jahren unter der Abkürzung "Stil" ein bekannter und zurecht beliebter Begriff. Ihre sorgfältige Arbeitsweise und ihr Talent, aus den Sprechern alles herauszuholen und dafür zu sorgen, daß deren Auftritte wie aus einem Guß klingen, veredeln auch diese Hörspiele. Das akustische "Mastermind" hinter der Reihe ist für mich aber mit Sicherheit Andy Martern, der für Musik, Arrangements, Instrumente sowie die Post-Produktion und die Geräusche zuständig ist. Musikalisch bleibt Matern, passend zum zeitlichen Rahmen der Geschichten, ganz in den 1980er Jahren, und aus diesem Grund dominiert hier Rockmusik. Wie sich das gehört, kommt neben der E-Gitarre auch eine akustische Gitarre zum Einsatz, Drums, Klavier und der Synthesizer dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die Arrangements fallen mal melodiös und beruhigend aus, wechseln dann aber zu dramatischen, treibenden Stücken, je nachdem, was die Handlung gerade verlangt. Mein persönliches Highlight ist zwar die schmissige Titelmelodie, die zusammen mit dem bekannten Intro eingespielt wird, aber auch die musikalischen "Überraschungen", wie der Einsatz der Harfe oder des langsam anschwellenden Gongs, haben mich begeistert. Besonders gut gefallen hat mir die Art und Weise, wie Matern einige der orchestral anmutenden Stücke einspielt. Genau wie in vielen Spielfilmen, wird die Musik erst nach und nach lauter, um sich schließlich auf einer Lautstärke einzupegeln, mit der sie dann die Szenerie dominiert. So wie die Musik, kann auch die Geräuschkulisse auf allen Ebenen überzeugen. Jeder Handlungsort wird mit natürlich klingenden Tönen atmosphärisch untermalt. Am Ufer des "Still Water" hört man nicht nur das zu erwartende Rauschen des Wassers, sondern darüber hinaus auch noch quakende Frösche und zirpende Grillen. Geradezu bemerkenswert finde ich die Vielzahl an heutzutage "veralteten" Geräuschen, wie beispielsweise die ratternde Rechenmaschine, das Klacken der Telephonwählscheibe und das längst nicht mehr existierende "Freizeichen" oder den knatternden Filmprojektor, mit deren Hilfe Matern die 1980er Jahre erneut aufleben lässt. Mindestens ebenso beeindruckend ist auch die unterschiedliche Art und Weise, wie er Halleffekte einsetzt. Innerhalb großer Gebäude wie der Kirche oder dem Tempel klingt es, als ob der Ton vor allem nach oben hin aufgezogen wird, während sich die Soundkulisse bei Jacks Besuchen im Jenseits in alle Richtungen auszuweiten scheint.

Zu den Sprechern:
Wie bereits in den vorangegangenen 20 Folgen ist Till Hagen(Erzähler) abermals weit mehr als nur ein reiner Beschreiber von Handlungsorten oder agierenden Personen. Zum einen, weil er wie eine eigene Figur innerhalb des Jack Slaughter-Universums agiert und seine Stimme mit den jeweils zum Geschehen passenden Gefühlen anreichert, und zum anderen, weil er die Ereignisse nicht nur emotional begleitet, sondern sie auch teilweise kommentiert oder sich direkt ans lauschende Publikum wendet.
Auch bei den "Kriegern des Lichts", Simon Jäger(Jack Slaughter), David Nathan(Tony Bishop) und Arianne Borbach(Dr. Kim Novak) hat man das Gefühl, sie seien nie weg gewesen. Jäger spricht seine Figur, den "Obermacker", mit der notwendigen Lässigkeit und einem Hauch Überheblichkeit in der Stimme, und seine Begegnungen mit dem Großonkel sind jedesmal ein kleines humoristisches Highlight.
Genauso überzeugend klingt auch Nathan als sein bester Freund und Kumpel Tony, der zwar etwas trantütig wirkt, aber immer wieder mit einer trockenen Bemerkung beim Hörer punkten kann.
Der Part von Borbach dagegen ist nur bedingt typisch für die 1980er Jahre. Zwar ist sie wunderschön und bezaubert die Männer nicht nur mit ihrer wohlklingenden Stimme, sondern auch mit ihrem makellosen Körper, aber die Tatsache, daß sie aufgrund ihrer Intelligenz ihren männlichen Mitstreitern klar überlegen und damit auch die eigentliche Anführerin der Gruppe ist, entspricht eher dem heutigen Zeitgeist. So oder so macht es viel Spaß, ihr dabei zuzuhören, wenn sie ihre Freunde aufzieht oder ihren Text leicht übertrieben vor sich hinsäuselt.
Rainer Fritzsche(Dr. Darkness) ist durchaus ein adäquater Nachfolger von Prof. Doom, und man hört ihm den Spaß an der Rolle des Oberbösewichts förmlich an, wenn er diabolisch in sich hineinlacht.
Peter Sura(Baron Samedi) hat zwar nur einen relativ kurzen, aber dafür durchaus prägnanten Auftritt als Beschwörungsformeln murmelnder Voodoopriester, und Artur Weimann(Iwan Wolkow) spricht den Russischlehrer mit hartem osteuropäischem Akzent, der ausgezeichnet zu seinem Portrait des brutalen, rücksichtslosen Schläferagenten passt.
Daß man die Sprüche von Fang Yu(Mr. Ming), dem asiatischen Pubbesitzer jetzt auch verstehen kann ist eine echte Überraschung, denn zum ersten mal spricht er, mit leichtem Akzent, seinen Text in Deutsch. Daß seine "Weisheiten" deswegen genauso unverständlich bleiben wie vorher auch, ist aus humoristischen Gründen selbstverständlich so gewollt.
Während es in den ersten zwanzig Folgen Gisela Fritsch in der Rolle der Grandma Abigail war, die Jack Slaughter einerseits mit ihren Hinweisen half und andererseits mit ihren Schönheitstips für Irritation bei ihm sorgte, hört man hier nun Marlin Wick(Großonkel Colt), ein ebenfalls verstorbener Verwandter, der Jack zwar Ratschläge gibt oder ihn warnt, aber keine Gelegenheit verstreichen lässt, ihm Antiwitze zu erzählen, über die er selbst am meisten lacht. Seine joviale Art, vorgetragen in bärbeißiger Stimmlage, macht Wick zum perfekten Ersatz für die Großmutter.
Susie Meyer(Vampirin Ruby/Stressende Kundin) ist in einer Folge als Blutsaugerin und in einer anderen als nervende Konsumentin zu hören. Obwohl Oliver Bender(Poltergeist Amok/Dr. Gerson/Zombie) sogar drei Auftritte hat, fallen diese so unterschiedlich und kurz aus, daß man die Wiederholung gar nicht bemerkt. Die leicht raue Stimme von Bert Franzke(Reverend White), der Urlaubsvertretung von Reverend Black, passt sehr gut zu dem coolen Geistlichen. Auch Elmar Börger(Therapeut in Arkham/Zombie) kann einen bleibenden Eindruck, sowohl als beruhigender Mediziner, wie auch als grunzender Untoter hinterlassen. Sabine Winterfeldt(Mrs. Squeezer) glänzt als knallharte Beamtin mit leicht sadistischen Zügen, Elisabeth Günther(Vera Taaras) ist spitze als überforderte, psychisch vorbelastete Angestellte, und Uwe Teschner(Colonel McDougal) spricht den tyrannischen Boss mit harter Stimme. Überaus amüsant finde ich die Auftritte von Antje von der Ahe(Jenna Harley) und Bernd Egger(Kale Rider), als schon fast militante Veganer, denen irgendwann die Luft wegbleibt, und auch Jan Spitzer(Frank Stoner) als bärbeißiger Chef des Katastrophenschutzes, konnte mich begeistern. Gefreut hat mich das Wiederhören mit Ulrike Stürzbecher(White Silk) in ihrere Rolle der weißen Hexe, einem leicht überdrehten Althippie, die Deodorant für Teufelszeug hält. Mindestens ebenso genossen habe ich die Rückkehr von Lutz Mackensy(Lucy Lucifer) als Satan höchstpersönlich, der Jack Slaughter endlich in der Hölle begrüßen möchte. Melinda Rachfahl(Felippa Vanakuri) hat zwar eine verführerische, sanfte Stimme, kann aber auch ganz anders klingen, wenn sie wütend schreiend ganz Jacksonville mit Plagegeistern überzieht. Mario Hassert(David Monarch) ist klasse als frustrierter Bademeister, der dank Felippas Hilfe endlich Licht am düsteren Horizont sieht. Oliver Siebeck(Bürgermeister Miller) liefert ein stimmungsvolles Portrait des überheblichen Lackaffen, der voll beißenden Spotts ist. Sebastian Kaufmanes(Geisterjäger Oscar/Zombie) Darstellung des leicht verlegenen, ein wenig verwirrten professionellen Geisterjägers hat mir genauso gefallen wie Dennis Herrmann(Jaron Redsocks) als neugieriger jugendlicher Superheld, dem seine Macht zu Kopf steigt. Die prägnante Stimme von Tilo Schmitz(Zoran Lovari) macht seine Auftritte immer zu einem akustischen Höhepunkt. Seine Darbietung des besorgten, über 500 Jahre alten Freundes fällt ebenso tadellos aus wie die von Karim Khawatmi(Gordon Bennett) als seinem Druck ausübenden, skrupellosen Verleger, dessen Rücksichtslosigkeit nur noch von seiner "Partnerin" Sabine Arnold(Walpurga Thirdeye) in der Rolle der fatalistischen Hellseherin mit dem geheimnisvollen Unterton in der Stimme übertroffen wird. Nicht unerwähnt lassen möchte ich Horst Lampe(Gevatter Tod), der die Schreckgestalt als Spiele-interessierten und eigentlich ganz umgänglichen Typen darstellt. Trotz der im Booklet gut dokumentierten Sprecherriege, sind dennoch nicht alle Rollen genannt. Die Darbietung des wie Flipper quietschenden Delphins Flopper, des grunzenden und knurrenden Werwolfs oder die des schnaubenden untoten Pumas, sind wohl wirklich nicht so wichtig, als daß man deren Sprecher erwähnen müsste. Aber der geschäftlich auftretende Onkologe Dr. Gerson hätte mit seinem trockenen Humor meiner Meinung nach durchaus eine Erwähnung verdient.

Fazit:
Naht- und anstandslose Fortführung der ursprünglichen Serie, von der es hoffentlich noch viele weitere Folgen geben wird.

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