OBITUARY - IN MEMORIAM

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Dschungeldrache
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Dschungeldrache »

Och nö... eine schlechte Nachricht jagt die nächste. :cry:

Kikuchi ist doch einer meiner Lieblingskomponisten. Nicht alle seine Werke sind meisterhaft, "Gamera gegen Viras" zum Beispiel erfordert schon ein Stück Selbstbeherrschung. Aber er schrieb auch eine Menge Schmissiges, und seine reine Schaffenskraft erinnert an ein Fließband in der Hockkonjunktur.

Sein Meisterwerk, soweit ich das überblicken kann, ist für mich "Goldorak Kampf der Welten". Fast jedes Stück ein Ohrwurm. Jedes unverwechselbar, und dennoch Puzzleteil eines geschlossenen Gesamtwerkes. Nicht hektisch, dynamisch. Nicht marktschreierisch, dramatisch. Und "erregend", in dem Sinne wie es früher gern die Filmplakate versprachen. Heute schon mit ordentlich Patina - weil lebendiges Beispiel einer Zeit, als Film und Fernsehen nicht nur die Zeit zwischen Merchandising und Werbung überbrückte.

Kurioserweise war Goldorak sogar reinstes Merchandising, die Serie zum Spielzeug sozusagen. Aber man merkt ihr das nicht an, das ist ungewöhnlich.

Schade... nun wird Shunsuke Kikuchi nichts zu einem neuen Goldorak-Werk beitragen können, das Go Nagai vor einiger Zeit mal in Aussicht stellte. Aber die reine Fülle seiner Werke wird uns sicher noch lange Zeit bislang unbekannte Perlen in den Gehörgang zaubern.

Mach's gut Shunsuke, Du durftest Deinen Teil zu einem goldenen Zeitalter der Kreativität beitragen, und wirst dadurch lebendig bleiben. Und wenn's der Himmel zulässt, tausch doch mal Glocken und Harfe gegen das kleine Orchester.

Wir hören zu. :klatsch:
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Kai "the spy"
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Kai "the spy" »

Ned Beatty
(1937 - 2021)
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Ned Thomas Beatty wurde am 6. Juli 1937 in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky geboren. Mit 10 Jahren begann er, in Gospelchören und Barbershop-Quartetts zu singen. mit 19 Jahren gab er sein Schauspieldebüt im Theaterstück "Wilderness Road".
Es folgten Jahre auf den Theaterbühnen, bis Beatty 1972 sowohl sein Film-, als auch sein TV-Debüt gab.

Gleich sein erster Film bescherrte ihm Hochachtung. "Deliverence" war er an der Seite von Burt Reynolds, Jon Voight und Ronny Cox zu sehen (Cox gab hier ebenfalls sein Filmdebüt). Im selben Jahr folgte "The Life and Times of Roy Bean" an der Seite von Paul Newman. Von nun an machte sich Beatty als Charakterdarsteller für prominente Nebenrollen einen Namen.

In den 1970ern folgten Filme wie "The Last American Hero", "All the President's Men", "The Big Bus", "The Exorcist II: The Heretic", "Superman: The Movie" und "Network", für welchen er für den Oscar als Bester Nebendarsteller nomminiert war.
In den 80ern folgten Filme wie "Superman II", "The Incredible Shrinking Woman", "The Toy", "The Big Easy", "The Fourth Protocol", "The Trouble with Spies", "Switching Channels", "The Unholy", "Midnight Crossing", "Purple People Eater" oder "Physical Evidence".
In den 90ern war Beatty u.a. in "Big Bad John", "Repossessed", "Captain America", "Prelude to a Kiss", "Rudy", "Just Cause" und "Life" zu sehen. Für seine Rolle in "Hear my Song" erhielt er eine Golden Globe-Nomminierung.
Auch nach 2000 ging es weiter, etwa in "Spring Forward", "Shooter", "Charlie Wilson's War", "The Killer Inside Me", "Rampart" und zwei Stimmspielen in den Animationsfilmen "Toy Story 3" und "Rango". 2013 verabschiedete er sich mit seiner letzten Filmrolle in "Baggage Claim".

Im Fernsehen war Beatty über die Jahrzehnte ebenfalls stets präsent, ob als Gaststar in TV-Serien wie "The Waltons", "Kojak", "The Rockford Files", "M*A*S*H", "Hawaii 5-0", "Gunsmoke", "The Streets of San Francisco", "Murder, She Wrote", "Alfred Hitchcock Presents", "Roseanne", "The Golden Palace", "CSI - Crime Scene Investigation" oder "Law & Order", oder aber als fester Hauptdarsteller in der kurzlebigen Sitcom "Szysznyk" und den ersten drei Staffeln der Krimiserie "Homicide: Life on the Street".
Auch in TV-Filmen und Miniserien war er immer wieder zu sehen, etwa in "The Deadly Tower", "Attack on Terror: The FBI vs. the Ku Klux Klan", "Friendly Fire" (für welchen er eine Emmy-Nomminierung erhielt), "Robert Kennedy and His Times", "Go Towards the Light", "Streets of Laredo", "Crazy Horse", "Gulliver's Travels" und "The Wool Cap".
Auch aus dem Fernsehen zog sich Beatty 2013 zurück, seinen letzten Auftritt hatte er in einer Episode der Sitcom "Go On".

Auf die ihn häufig gestellte Frage, ob er mit Warren Beatty verwandt sei (ist er nicht), pflegte er humorvoll zu antworten, Warren sei sein "illegitimer Onkel".

Aus seinen ersten drei Ehen gingen acht Kinder hervor. 1999 heiratete er ein viertes und letztes Mal.

Ned Beatty verstarb am 13. Juni 2021 im Alter von 83 Jahren.
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Kai "the spy"
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Kai "the spy" »

Richard Donner
(1930 - 2021)
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Regisseur Richard Donner meisterte so gut wie jedes Filmgenre. Ob Horror (The Omen), Superhelden (Superman - The Movie), Komödien (The Toy, Scrooged), Jugendabenteuer (The Goonies), Action (Lethal Weapon 1-4, Assassins), Fantasy (Ladyhawke), Western (Maverick) oder Thriller (Conspiracy Theory), Donner hat so ziemlich alles mal gemacht.

Auch fürs Fernehen war der Regisseur tätig, so inszenierte er Episoden von Western wie "Have Gun, Will Travel", SpyFi "The Man from U.N.C.L.E.", SF wie "The Twilight Zone", Comedy wie "Gilligan's Island" und "Get Smart", einen Haufen Krimiserien wie "Kojak", "The Fugitive", "The Streets of San Francisco", etc., und natürlich Horror wie "Tales from the Crypt".

Auch als Produzent konnte er Erfolge aufweisen, etwa mit Filmen wie "The Lost Boys", "Free Willy", "Any Given Sunday" und "X-Men".

Richard Donner verstarb am heutigen 5. Juli 2021 im Alter von 91 Jahren.
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Mr. Z
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Mr. Z »

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William Smith ist bereits am 5. Juli gestorben...* 24. März 1933 in Columbia, Missouri; † 5. Juli 2021 in Los Angeles, Kalifornien war ein US-amerikanischer Schauspieler und Bodybuilder.

Ein Auszug seiner Filme...

1979: Ein Rabbi im Wilden Westen (The Frisco Kid)
1979–1980: Hawaii Fünf-Null (Hawaii Five-O, Fernsehserie, 19 Folgen)
1980: Mit Vollgas nach San Fernando (Any Which Way You Can)
1982: Conan der Barbar (Conan the Barbarian)
1983: Die Outsider (The Outsiders)
1983: Rumble Fish
1984: Die rote Flut (Red Dawn)
1985: Das mörderische Paradies (The Mean Season)
1988: Platoon Leader – Der Krieg kennt keine Helden (Platoon Leader)

"Smith died Monday at the Motion Picture & Television Country House and Hospital in Woodland Hills, his wife, Joanne Cervelli Smith, told The Hollywood Reporter. She did not want to reveal the cause of death."
16 Jahre Kongulaspranke!...07. Sept. 2003 - 07. Sept. 2019...es war damals 17:24 Uhr in dieser Internetbude an einer Haltestelle in Karlsruhe. Ich bin noch da.... :-P
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Kai "the spy"
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Kai "the spy" »

Sonny Chiba
(1939 - 2021)
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Shinichi "Sonny" Chiba war einer der größten internationalen Martial Arts-Stars. In über 125 Filme und noch mehr TV-Produktionen war der Japaner zu sehen. Seine bekannteste Rolle war jene des Hattori Hanzo aus der TV-Serie "Shadow Warriors", zu welcher er immer wieder zurückkehrte, und eine Variante deren er auch in Quentin Tarantinos "Kill Bill" spielte.

Chiba starb am heutigen 19. August 2021 im Alter von 82 Jahren an den Folgen von CoVID-19.
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Kai "the spy"
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Kai "the spy" »

Masanari Nihei
(1940 - 2021)
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Masanari Nihei wurde am 9 Dezember 1940 in Tokio geboren.

Am bekanntesten ist er für seine Darstellung des Ide in der klassischen "Ultraman"-Serie. Davor war er in Ishiro Hondas "Mothra bedroht die Welt" und "UFOs zerstören die Erde", sowie drei Episoden von "Ultra Q" zu sehen.
Als Sprecher kehrte er in den 70ern zur Ultra-Serie für die Anime-Version zurück. Ab den 90ern hatte er einige weitere Auftritte, etwa in "Ultraman Zearth", "Ultraman Cosmos: The First Contact" und einer Episode von "Ultraman Max". Sein letzter Auftritt war ein Cameo in "Superior Ultraman 8 Brothers".

Nihei verstarb am 21. August 2021 an einer Lungenentzündung.
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Mr. Z
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Mr. Z »

Der Tod von Bébel macht mich heute echt traurig! Er war ein Schauspieler der Nouvelle Vague, ein Cascadeur und "un comédien"! Wer diese Begriffe nicht versteht, versteht auch nicht, warum dieser Mensch so besonders ist! 🤓...er war es nicht, er ist es immer noch! Entdeckt Ihn bitte!

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....und leider funktioniert nicht mal mehr die Bildfunktion in diesem verf''''''''' Forum noch!
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Joan_Landor
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Joan_Landor »

Passt zwar nicht so ganz, aber vielleicht kennt ihn hier doch jemand, den jüngst verstorbenen Erfinder meines ersten Computers, Clive Sinclair:
https://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets ... 711e3e4147
"Lieber ein Schwein als ein Faschist."
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Astro
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Astro »

Ich denke, hier darf jeder rein. Passt also. RIP.
Oh, yeah. Oooh, ahhh, that's how it always starts. But then later there's running and... and screaming.
oliver
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von oliver »

Halyna Hutchins

https://de.wikipedia.org/wiki/Halyna_Hutchins

Kamerafrau, die am Set bei einem Unfall erschossen wurde.

Ohne Worte
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Kai "the spy"
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Kai "the spy" »

Fuck you, 2021!

T. Mark Taylor
(1941 - 2021)
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T. Mark Taylor war Spielzeug-Designer und einer der Mitschöpfer von He-Man & Masters of the Universe. Außerdem arbeitete er später für Playmates an den Teenage Mutant Ninja Turtles-Figuren. Seine Kreativität und Sinn für kuriose Gimmick-Charaktere verhalfen beiden Toylines zu imensem Erfolg.

Taylor starb am Donnerstag, dem 23. Dezember, im Alter von 80 Jahren.


Betty White
(1922 - 2021)
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Nun also doch. Die legendäre Golden Girls-Darstellerin und Perle der amerikanischen, wenn nicht gar weltweiten, Entertainmentindustrie verstarb heute im Alter von 99 Jahren, keine drei Wochen vor ihrem hundertsten Geburtstag am 17. Januar.
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Mr. Z
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Mr. Z »

Jetzt sind die legendären "Golden Girls" wieder zusammen...in einer himmlischen Wohngemeinschaft mit Käsekuchen! Ich vermisse jede Einzelne von Ihnen...🤓 TV...zwar altmodisch, aber irgendwie echt nett altmodisch!

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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Kai "the spy" »

Margarita Lozano
(1931 - 2022)
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Die spanische Schauspielerin Margarita de las Flores Lozano Jiménez war vor allem für ihre Rolle der Matriarchin Consuela Baxter in Sergio Leones "Für eine Handvoll Dollar" bekannt. Außerdem war sie in "Die schmutzigen Dreizehn", "Die Nonne von Monza", "Die Axt", "Die Nacht von San Lorenzo" und anderen zu sehen.

Sie verstarb am 7. Februar eine Woche vor ihrem 91. Geburtstag.


Douglas Trumbull
(1942 - 2022)
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Douglas Hunt Trumbull war einer der herausragenden Macher von Spezialeffekten des 20. Jahrhunderts. Trumbulls meisterhafte Effekte etwa in "2001: Odyssee im Weltraum", "Lautlos im Weltraum", "Unheimliche Begegnung der dritten Art", "Star Trek - Der Film" und "Blade Runner" brannten sich dem Filmpublikum ins Gedächtnis. Bei "Lautlos im Weltraum" und "Projekt Brainstorm" war er außerdem als Regisseur tätig.

Trumbull verstarb am 7. Februar im Alter von 79 Jahren nach langjähriger Krebserkrankung an einem Schlaganfall.


Ivan Reitman
(1946 - 2022)
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Ivan Reitman war einer der größten Comedy-Regisseure der 1980er und -90er. Mit Filmen wie "Babyspeck und Fleischklößchen" und "Ich glaub' mich knutscht ein Elch!" machte er sich einen Namen, und mit "Ghostbusters" gelang im 1984 einer der größten Kinoerfolge des Jahrzehnts. Dem folgte die Fortsetzung "Ghostbusters II", sowie Filme wie "Staatsanwälte küsst man nicht", "Twins - Zwillinge", "Kindergarten Cop", "Dave" oder "Sechs Tage, sieben Nächte".
Nach der Jahrhundertwende war er weniger als Regisseur auffällig, nachdem er mit Filmen wie "Evolution" und "Die Super-Ex" eher wenig Erfolg hatte. Noch einmal ein großer Hit gelang ihm mit der romantischen Komödie "Freundschaft Plus" nochmal ein Überraschungserfolg, doch schon sein nächster Film "Draft Day" spielte nur wenig mehr sein eigenes, bescheidenes Budget ein.
Neben seiner Arbeit als Regisseur war Reitman auch als Produzent tätig. Zu seinen Erfolgen auf diesem Gebiet gehören Filme wie "Parasiten-Mörder", "Ich glaub mich tritt ein Pferd", "Heavy Metal" und "Space Jam". 2021 war er als Produzent dabei, als sein Sohn Jason Reitman sein Erbe antratt und das späte Sequel "Ghostbusters: Legacy" drehte.

Ivan Reitman starb am 12. Februar im Schlaf. Er wurde 75 Jahre alt.
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Kai "the spy"
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Kai "the spy" »

Fuck.

Akira Takarada
(1934 - 2022)
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Wir alle kennen ihn. Wir alle kennen seine Filmografie. Er hinterlässt drei Kinder. Am 14. März 2022 verstarb Takarada im Alter von 87 Jahren.
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Dschungeldrache »

Dieses ist mein 400. Beitrag bei Kongula. Und ich hatte mir so geschworen ihn nach den letzten, tiefschürfenden Diskussionen für ein heiteres, Laune machendes Thema zu nutzen.

Und nun dies...

Insgeheim hatte ich ja gehofft, Herrn Takarada mal bei einer weiteren Reise nach Tokyo treffen zu können. Nachdem ich schon gesehen hatte wie rührend er sich um seine internationalen Fans kümmert, die so an seinen weltbewegenden Abenteuern mit Gummimonstern und Sperrholz-Computern hängen.

Ich bin sehr traurig.

Neuer Tiefpunkt einer Zeit, die nur aus schlechten Nachrichten besteht. Hoffentlich geht's im Himmel friedlicher zu als hier auf Erden.

Danke Akira, für Deinen Beitrag zu fröhlicheren Stunden... :cry:
oliver
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von oliver »

Neeeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin! :cry:
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Superhero
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Superhero »

Tja, das ist schon heftig wenn man hier mal durchscrollt.
Schlimm finde ich immer, wenn man aufrund der hektischen Zeit manche Tode erst im Nachhinein erfährt. So hat mich zum Beispiel der Tod von Kyoko Enami voll mitgenommen, weil sie eigentlich noch nicht so alt war. Auch bei Yoshiko Tanaka hatte ich das nicht so früh erwartet. :(
Was man als Fan tun kann ist, die guten alten Filme anzuschauen und zu genießen und so der Schauspieler der Showa-Ära bzw. inzwischen auch der Heisei-Ära zu gedenken.
R.I.P.
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Re: OBITUARY - IN MEMORIAM

Beitrag von Kai "the spy" »

Okay, die folgenden beiden habe ich lange aufgeschoben, aber als großem DC-Fan gingen die mir einfach sehr nahe.
Neal Adams
(1941 - 2022)
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Neal Adams war einer der wichtigsten Comiczeichner des 20. Jahrhunderts. Ab Ende der 1960er revolutionierte sein Stil, welcher detailierten Realismus mit actionreicher Dynamik und dramatischer Emotionalität vereinte, die Comicbranche. Mit Autor Denny O'Neil brachte er Batman zurück zu düsteren Detektivgeschichten, wie in dem legendären Comic "Joker's Five Way Revenge".
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Für Batman war er auch an der Kreation der Schurken Man-Bat und Ra's al Ghul beteiligt.
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Nebenbei brachte er mit O'Neil aktuelle soziale Themen in der Reihe "Green Lantern/Green Arrow" ein, wo er mit John Stewart einen der ersten schwarzen Superhelden kreierte.
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Auf seinen persönlichen Favoriten unter seinen Comics gefragt, nannte er nach einiger Überlegung die von ihm nicht nur gezeichnete, sondern auch geschriebene (mit etwas Unterstützung von Denny O'Neil) Sonderausgabe "Superman vs. Muhammad Ali":
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Außerdem machte sich Adams für die Rechte von Autoren und Zeichnern stark. Er führte die Kampagne an, welche Superman-Schöpfern Jerry Siegel & Joe Shuster sowohl zur entsprechenden Kreditierung in den Comics, Filmen und TV-Produktionen, als auch zu finanzieller Kompensation verhalf. Auf seine Kampagne hin begannen Verlage, Zeichnern ihre Arbeit nach Nutzung zurückzugeben, was diesen Zeichnern bis heute eine weitere, sehr gute Einnahmequelle bringt. 1978 war er Mitbegründer der Comics Creators Guild, einer Gewerkschaft für Autoren und Zeichner. Und sein Einfluss brachte DC in den 1980ern dazu, Zeichnern und Autoren Tantiemen für Neuauflagen und anderweitige Nutzung (wie Adaptionen für Film und Fernsehen) zu zahlen.

Außerdem gründete Adams früh ein eigenes Studio, wo er junge Talente förderte, etwa Jim Starlin, Howard Chaykin, Dave Cockrum oder Bill Sienkiewicz.

Neben seiner Comicarbeit war Adams auch stets für Werbung und auch als Konzeptkünstler für Filmproduktionen tätig, darunter die H.P. Lovecraft-Verfilmung "From Beyond".

Vor einigen Jahren schrieb ich für die Pranke eine Kurzrezension seiner Graphic Novel "Monsters", ein Crossover der klassischen Horror-Kreaturen:
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Neal Adams verstarb am 28. April 2022 im Alter von 80 Jahren an den Folgen einer Sepsis.



George Pérez
(1954 - 2022)
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George Pérez war einer jener jungen Zeichner, die in den 70ern Neal Adams stilistischer Revolution folgen. Selbst bekannt für seinen Detailreichtum und die Fähigkeit, dutzende Charaktere erkennbar in einem Bild unterzubringen, war Pérez prädestiniert für Superheldenteams. So fand er anfangs bei Marvel mit Fantastic Four und Avengers diese Stärken, welche er mit seinem Autorenpartner Marv Wolfman bei DC für "New Teen Titans" weiterentwickelte. Gemeinsam machten sie die Reihe um das Team von Teenager-Superhelden zu DCs größtem Verkaufsschlager.
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Mitte der 1980er waren Wolfman und Pérez eines der gefeiertsten Teams in der Branche, besonders bei DC. Und so durften sie das legendäre Crossover-Event "Crisis on Infinite Earths" kreieren, welches das Genre der Crossover-Events überhaupt erst begann. Narrativ wurde das DC-Universum neu aufgestellt, und der Erfolg der Reihe zog regelmäßige Crossover-Events nach sich, die bei DC und Marvel (und anderen Verlagen) bis heute anhalten. Nur wenige können qualitativ an CoIE heranreichen.
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Ein Event, welches dem sehr nahe kam, entstand unter Beteiligung von Pérez, Marvels "Infinity Gauntlet", welches auch dem Kinofilm "Avengers: Infinity War" als Vorlage diente.
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Nach CoIE wollte DC einigen Helden einen kompletten Reboot verschaffen. Darunter auch Wonder Woman. George Pérez, als Zeichner wie auch als Autor, gelang es, mit einer Neufokussierung auf erwachsenem Feminismus und griechischer Mythologie der Reihe neues Leben einzuhauchen, und bis heute gilt seine Zeit an der Serie als einer der besten "Runs" aller Zeiten.
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Ende der 1990er tat sich Pérez mit dem Autoren Kurt Busiek zusammen, um den Avengers einen Neustart zu verschaffen.
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2003, nachdem Busiek und Pérez die Avengers-Reihe an andere abgegeben hatten, wurden sie mit einem der größten Events der Comicgeschichte beauftragt. DC und Marvel taten sich zusammen und ließen Busiek und Pérez die Premium-Teams Justice League (JLA) und die Avengers aufeinandertreffen.
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(Klickt für größere Version)
Das Cover für die vierte und finale Ausgabe ist bis heute mein persönliches Lieblings-Comiccover:
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Nebenher war Pérez auch für kleinere Verlage wie Crossgen tätig. 2006 tat er sich mit Autor Mark Waid zusammen, um die Team-Up-Serie "The Brave & the Bold" für DC zu starten.
Von 2014 bis 2016 schrieb und zeichnete Pérez seine Eigenschöpfung, die Miniserie "Sirens", in welchen er seine Stärken von Team-Comics und Feminismus voll auslebte.
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Doch schon während dieser Arbeit begann ihm das Zeichnen schwer zu fallen, da seine Sehstärke nachließ. 2019 gab er bekannt, sich aus gesundheitlichen Gründen zur Ruhe zu setzen.
Im Dezember 2021 machte er seine Krebserkrankung öffentlich. Anstatt einer wenig Erfolg versprechenden Chemotherapie wählte Pérez lieber ein voll ausgekostetes Lebensende. Die letzten Monate traf er sich mit vielen alten Kollegen und Freunden, empfing zahlreiche Würdigungen, und wurde Zeuge wie DC und Marvel ihre Feindseligkeiten ruhen ließen, um einer limitierten Neuauflage von "JLA/Avengers" den Weg frei zu machen, welche nicht nur Pérez gewidmet ist, sondern deren Einnahmen komplett der Hero Initiative, einer Wohltätigkeitsorganisation, welche Comicschaffenden mit Gesundheitskosten hilft und einen würdigen Lebensabend ermöglicht. Pérez war bis zuletzt Vorstandsmitglied der Organisation.

George Pérez starb am 6. Mai, eine knappe Woche nach Neal Adams.

Beide hinterlassen Millionen von Fans auf der ganzen Welt. Selbst jene, die ihre Namen nicht kennen.
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